Ergänzungsleistungen stehen vielen zu, die sie nie beantragen — Schätzungen gehen von rund einem Drittel der Berechtigten aus. Das ist kein Versehen der Betroffenen, sondern ein Konstruktionsfehler des Systems, und er trifft betreuende Angehörige besonders hart.
Ich treffe immer wieder Menschen, die ihre Eltern oder ihren Partner pflegen, jeden Franken zweimal umdrehen — und die keine Ahnung haben, dass ihnen Ergänzungsleistungen zustehen. Nicht, weil sie zu stolz wären. Sondern weil ihnen nie jemand klar gesagt hat, dass es diese Leistung gibt und dass sie für sie gemacht ist.